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Der Rechnungshof bietet Zugang zu seinen Webanwendungen über den österreichischen Portalverbund

Der Rechnungshof ist ein durch die Bundesverfassung eingerichtetes unabhängiges Kontrollorgan für Bund, Länder und Gemeinden. Er hat den Auftrag, zu prüfen, ob öffentliche Mittel sparsam, wirtschaftlich und zweckmäßig eingesetzt werden. Seine Prüfkompetenz umfasst im Wesentlichen den Bund, die Länder und Gemeinden mit mehr als 10.000 EinwohnerInnen sowie Unternehmen, an denen die öffentliche Hand mit mehr als 50 % beteiligt ist.
 
Ziel des Rechnungshofes im E-Government Umfeld ist unter anderem, seinen Kunden zur Vereinfachung der Erfüllung gesetzlicher Informationspflichten Online-Formulare zur Verfügung zu stellen. Für den sicheren Zugang zu seinen Webanwendungen setzt der Rechnungshof auf die erprobte Technologie des österreichischen Portalverbundes. Die Formulare werden vom Rechnungshof erstellt und über ein von der Land-, forst- und wasserwirtschaftliches Rechenzentrum GmbH (LFRZ) betriebenes Standardportal im Portalverbund angeboten. Als weitere mögliche Zugangskanäle wurden ein Kundenportal eingerichtet und das Unternehmensserviceportal (USP), als zentrales Internetportal für Unternehmen, angebunden. 
 
Das Kundenportal des Rechnungshofes wird jenen Organisationen angeboten, die weder ein Stammportal noch einen USP-Zugang nutzen. Mittels Selbstregistrierung können sich BenutzerInnen am Portal anmelden und werden nach Prüfung durch den Rechnungshof für die gewünschte Anwendung freigeschaltet. 
 
Das Online-Formular zur Einkommenserhebung wurde im Mai 2013 in Betrieb genommen und über das LFRZ-Anwendungsportal an den Portalverbund und das USP angebunden. Die sukzessive Einbindung weiterer Anwendungen ist für 2014 vorgesehen. 
Für die Bereitstellung der Online-Formulare des Rechnungshofes war die eigentliche Herausforderung, den Zugang für alle Kunden (Prüfobjekte) des Rechnungshofes zu ermöglichen. Neben den klassischen TeilnehmerInnen im Portalverbund (Ministerien, Länder, Gemeinden, Bundesämter, etc.) zählen auch Unternehmen, Universitäten, Verbände und Stiftungen, die mehrheitlich keinen Zugang zum Portalverbund haben, zu den Prüfobjekten des Rechnungshofes. 
 
Die Portallösung des Rechnungshofes nutzt folgende Komponenten der LFRZ-Portalinfrastruktur auf Basis eines Shared-Service-Modells: 
  • Anwendungsportal für die Integration im Portalverbund und Unternehmensserviceportal
  • Adapter für Auswahl der Anwendungen (Formulare) und Funktionen
  • Kundenportal des Rechnungshofes (https://portal.rechnungshof.gv.at/)
  • Stammportal mit an das Corporate Design des Rechnungshofes angepassten Oberflächen
  • Authentifizierungsverfahren mit UserID/Passwort und Bürgerkarten-Login mit Chipkarte oder Mobiltelefon
  • Selbstregistrierung
  • Benutzer- und Rechteverwaltung zur Freigabe von Anwendungen durch die Portaladministratoren des Rechnungshofes
  • Redundante Internet Anbindung, Firewall- und Loadbalancing-Systeme, Web- und Application Server
  • Datenübertragung ausschließlich über SSL Verschlüsselung
Behördeninterne E-Government-Anwendungen werden in Österreich seit vielen Jahren ausschließlich über den Portalverbund angeboten. Anwendungsanbieter sind dadurch im Normalfall von der Benutzer- und Rechteverwaltung entbunden, da diese von den jeweiligen Behörden in ihren organisationseigenen Stammportalen vorgenommen wird. Der Rollout einer Anwendung wird erheblich vereinfacht, da die Anwendung mit ihren Rechteprofilen im Portalverbund kundgemacht werden muss.
 
Für Auskünfte zu diesem Projekt stehen Ihnen der Projektleiter des Rechnungshofes Herr Norbert Neumann (neumann@rechnungshof.gv.at) und der Projektleiter von LFRZ Herr Gerold Pesendorfer (gerold.pesendorfer@lfrz.at) gerne zur Verfügung. 

 

LFRZ 12.11.2013